Das letzte Gefecht

Dunkelflitzer

The Stand – Das letzte Gefecht (engl. Originaltitel The Stand) ist ein Buch des amerikanischen Autors Stephen King aus dem Jahr 1978. Der Verlag ließ das Buch zunächst nur in einer gekürzten Version veröffentlichen, da man der Ansicht war, ein Buch mit über tausend Seiten lasse sich schlecht verkaufen.

Erst als Stephen King einem größeren Kreis von Lesern bekannt wurde, veröffentlichte man 1990 die vollständige Ausgabe, welche etwa 400 Seiten länger ist als die gekürzte Erstveröffentlichung. Im Jahr 2016 erschien im Heyne Verlag außerdem eine ungekürzte Neufassung mit 1712 Seiten. Dies ist eines von Kings Büchern mit der größten Wortzahl.

Handlung

Das Buch behandelt die Geschichte einer Pandemie. Obwohl die handelnden Personen sämtlich US-Amerikaner sind, wird im Buch erwähnt, dass die Auswirkungen des grassierenden Virus auch andere Kontinente betreffen.

Aus einem geheimen Militärlabor bricht ein mutiertes Grippevirus aus, das in einigen US-Bundesstaaten den Codenamen Projekt Blau erhalten hatte. Das Militär versucht erfolglos, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das Virus hat eine Ansteckungswahrscheinlichkeit von 99,4 Prozent und tötet fast die gesamte amerikanische Bevölkerung. Während die Krankheit sich verbreitet, erhält sie den Spitznamen Captain Trips.

Einige tausend Personen sind jedoch immun gegen das Virus und überleben die Grippewelle. In einer entvölkerten Welt mit Millionen verwesender Leichen auf den Straßen müssen sie sich ohne die Annehmlichkeiten der Zivilisation behaupten. So gibt es keinerlei Strom- oder Wasserversorgung. Durch die stark reduzierte Population sind jedoch Medikamente, (konservierte) Nahrung und auch Waffen sowie allerlei Equipment für jedermann im Überfluss vorhanden.

Den Überlebenden erscheint in ihren Träumen eine alte, schwarze Frau, Mutter Abagail Freemantle, die in einem Haus nahe einem Maisfeld lebt. Einige folgen dem geheimnisvollen Ruf der alten Frau und ziehen nach Nebraska. Anderen Überlebenden erscheinen Visionen eines dunklen Mannes namens Randall Flagg.

Sie ziehen nach Las Vegas, wo Flagg einen totalitären Staat errichtet. Die Männer und Frauen um Mutter Abagail reisen hingegen weiter nach Colorado und gründen dort die Freie Zone Boulder. Sie beginnen mit der Wiederherstellung der Elektrizitätsversorgung und richten einen medizinischen Dienst ein. Die Freie Zone soll so Keimzelle einer neuen Zivilisation werden.

Die von Randall Flagg geführten Truppen bauen eine schlagkräftige Militärmacht auf. Immer öfter zeigt sich Flagg als das personifizierte Böse, als Antichrist und Gesandter des Teufels. Er ist der Bringer der Apokalypse, der die Menschheit in das letzte Gefecht führen will.

Die Geschichte läuft unaufhörlich auf die alles entscheidende Konfrontation zwischen Gut und Böse hinaus. Doch obwohl die Menschen der Freien Zone Boulder das Gute im Menschen repräsentieren, sind auch sie nicht fehlerlos. Im Gegenzug sind auch die von Randall Flagg geleiteten Bösen nicht einzig und allein gewissenlose Schurken.

Die Freie Zone entsendet schließlich eine Gruppe von vier Boten, die nach Las Vegas gehen sollen. Mutter Abagail hatte ihnen dies als Gottes Auftrag für sie übermittelt. Stu, einer der vier Boten, erleidet unterwegs einen Unfall, bei dem er sich ein Bein bricht und zurückbleibt.

Flagg lässt die anderen drei Boten gefangen nehmen und will sie zur Abschreckung für seine von Zweifel geplagten Anhänger hinrichten. Einer der Gefangenen provoziert ihn jedoch so, dass er ihn schon vorher töten lässt. Bei der Versammlung anlässlich der Hinrichtung kommt es zur Explosion einer Atombombe, die der einfältige „Mülleimermann“ seinem Herrn Randall Flagg bringen wollte.

Stu, der nach dem Unfall in der Wüste zurückblieb und einer der wenigen Überlebenden in der Nähe von Las Vegas ist, sieht die Pilzwolke am Horizont. Mit Hilfe eines Spions der Freien Zone, der Las Vegas noch rechtzeitig verlassen konnte, kehrt er in die Zone zurück und berichtet dort von seinen Erlebnissen.